Exquisite Patina für die Holzfassade
Eine neue architektonische Landmarke dominiert seit Herbst 2017 das „Silicon Valley“ des Mühlviertels: Das Agrarbildungszentrum im Norden der Gemeinde Hagenberg. Der Schulkomplex besticht einerseits durch seine Hügellage, andererseits durch seine exklusive grauschimmernde Außenhaut.
Das Bildungszentrum ist mehr als die Zusammenlegung der Landwirtschaftsschulen Katsdorf, Kirchschlag und Freistadt. Durch die Nähe zum Softwarepark und den anderen Bildungsstätten in Hagenberg baut man auf Synergien auch zur regionalen Wirtschaft. 43 Pädagogen und rund 400 Schüler finden hier seit vergangenem Herbst eine ausbildnerische Heimstadt.
Das Bildungszentrum weist funktional mit dem Hauptgebäude, dem Praxisbereich sowie dem Internat drei Teilbereiche auf, die sich auch gestalterisch nach außen hin öffnen. Die sachlich-konkrete Anmutung des Gebäudes auf einem Grundstück von 42.000 m² und einer Nettogrundfläche von 13.000 m² wird durch die umgebenden Felder und Wiesen aufgelockert. Entworfen und geplant wurde das Objekt vom renommierten Linzer Büro Urmann Radler Architekten.
Weitere Impressionen
Die Architekten legten großen Wert auf natürliche Materialien, einfache und edle Details sowie die richtige konstruktive Verarbeitung für einen qualitätsvollen und langlebigen Bau. Der Mix aus Stahlbetonbauweise, konstruktivem Holzbau sowie einer Fassadengestaltung aus Holz machen das Objekt zum urbanen Blickfang mit organischer Anmutung.
Die Fassade besteht aus Lärchen-Holz mit unregelmäßiger Vertikalschalung und stehenden Decklatten sowie filigraner Fenster-Vorlattung im Erdgeschoß als Licht- und Sichtschutz.
Das ideale Medium für die Anpassung der großflächigen Fassade an die natürliche Umgebung ist CapaWood® Aqua Universal, eine transparent pigmentiertes wässrige Holzlasur auf Basis modifizierter Naturöle mit UV-Schutz und Filmkonservierung. Es nimmt den Prozess der natürlichen Vergrauung vorweg und verleiht der Holzoberfläche damit eine zeitlose Ursprünglichkeit, „Wichtig bei der Auswahl des Produktes war die weitere Sichtbarkeit der Holzstruktur“, sagt Architekt DI Martin Urmann, der sich mit dem Ergebnis der Fassadengestaltung sehr zufrieden zeigt.
Das vorbeschichtete Holz kommt vom SECA-Holzindustriewerk in Ottensheim, die Holzarbeiten an der Fassade übernahm die Zimmerei Kumpfmüller aus Pfarrkirchen.
Wichtig bei der Auswahl des Produktes war die weitere Sichtbarkeit der Holzstruktur
DI Martin Urmann